Union & Liberale: Verbindungsdaten werden weiter protokolliert

Posted in politics, Uncategorized with tags , , , on 2009-10-20 by docsmith

Aufgehorcht!FDP und CDU/CSU sind in Ihren Koalitionsvereinbarungen in Bezug auf die Buergerrechte im Internet zu einer Einigung gelangt. Die umstrittenen, von Ursula von der Leyen initiierten „Websperren“ sollen „ausgesetzt“ werden. Stattdessen soll das BKA angewiesen werden, auf eine Löschung kinderpornographischer Inhalte im Internet hinzuarbeiten. Ein erster Erfolg fuer die Net-Citizens? Wir werden sehen. Zumindest bleibt das Zugangserschwerungsgesetz bis zur „Ueberpruefung“ der Erfolge des BKA ein zahloser Papiertiger.

Ein fauler Kompromiss ist auf jeden Fall die Vereinbarung bzgl. der Vorratsdatenspeicherung. Es wird weiter protokolliert, nur der Zugriff auf die gespeicherten Daten soll mit hoeheren Huerden versehen werden. Sie duerfen nur von staalicher Seite und bei „schweren Gefahrensituationen“ genutzt werden. Aber wer definiert die „schwere Gefahrensituation“, wenn nicht der Staat und seine Organe? Das Missbrauchsrisiko bleibt also.

In der Praxis sei für 99,99 % der registrierten Straftaten die Vorratsdatenspeicherung von vornherein ohne jede Bedeutung, so Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Man kann ihm nur beipflichten, dass hier jenseits der datenschutzrechtlichen Aspekte Millionen von Euros verschwendet werden, die an anderer Stelle fehlen, so z.B. „bei gezielten Hilfen für kriminalitätsgefährdete Jugendliche, wo sie einen wirklichen Beitrag für unsere Sicherheit leisten könnten.“

Ein Kompromiss fuehrt, so sagt man, zu einer „Win-Win-Situation“, d.h. alle gewinnen dabei etwas. Dies trifft hier nur auf die Union und die FDP zu. Die Verlierer sind in diesem Fall einmal mehr die Buerger.

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Daten-Geiz ist geil!

Posted in Uncategorized on 2009-10-17 by docsmith

Die Datenschutzpanne bei SchuelerVZ zeigt wieder einmal, wie wichtig es geworden ist, mit den eigenen Daten zu geizen. Denn auch wenn noch so viel Sicherheit versprochen wird – wo Daten gespeichert werden, enstehen immer auch Begehrlichkeiten. Und wenn einmal etwas kompromittiert wird, ist später kaum nachzuvollziehen, wohin die Daten überall verbreitet werden.

Nicht vergessen: das Netz vergisst nichts!

CDU will an Überwachung festhalten

Posted in politics with tags , , , , on 2009-10-05 by docsmith

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In Berlin sind die Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und CDU/CSU gestartet, und schon zu Beginn heisst es aus den schwarzen Reihen, eine „Rückabwicklung der Sicherheitsgesetze aus der Großen Koalition“ wären nicht verhandelbar.

Die FDP hat sich im Wahlkampf zwar für Bürgerrechte und für eine Abschaffung der von Schäuble und von der Leyen eingeführten Überwachungsinstrumente stark gemacht – es bleibt jetzt nur zu hoffen, dass sie diese Prinzipien nicht in den Verhandlungen auf dem Altar der Wirtschaft opfert.

In diesem Zusammenhang ein grosses Lob an den AK Vorratsdatenspeicherung, den AK gegen Zensur und Internetsperren, den FoeBuD, den Verein Missbrauchsopfer gegen Internetsperren und all die anderen, die während der Verhandlungen in Berlin Mahnwache halten!

Verschärfte (Verun)sicherheitsmaßnahmen

Posted in politics with tags , , , on 2009-10-02 by docsmith

Immer öfter hört und liest man in den letzten Tagen von „verschärften Sicherheitsmaßnahmen“. Zuerst die plötzlichen Absperrmaßnahmen rund um das Oktoberfest, worauf zwei „Verdächtige“ unter ominösen Umständen festgenommen wurden, … jetzt gibt es auch für das bevorstehende Einheitsfest in Berlin ein enormes Polizeiaufgebot.

Der Staat wehrt damit wahrscheinlich nur bedingt Terroristen ab, streut aber gleichzeitig Angst unter der Bevölkerung. Letzteres könnte, wenn nicht schon das Hauptziel dieser Aktionen, so doch ein willkommener Nebeneffekt sein: Ein Volk in Angst stimmt gerne jedem noch so harten Einschnitt in seine Freiheit zu – wenn nur als Gegenleistung Sicherheit versprochen wird. Dieses Prinzip funktioniert schon lange und gut in den USA.

Seien wir also gespannt, welche Einschnitte in die Bürgerrechte uns die neue Regierung bald prösentieren wird – auch wenn die FDP im Wahlkampf das Gegenteil versprochen hat.

Heuer hat's eine sehr starke grün-weiße Wiesn.

Heuer hat's eine sehr grün-weiße Wiesn.

Piraten stechen in See

Posted in politics on 2009-09-30 by docsmith

piraten_logo_160x160Die Piratenpartei hat am vergangenen Sonntag laut Infratest dimap bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag einen Stimmenanteil von 2,0% erreicht. Zwar wurde dir magische 5%-Hürde nicht geknackt, aber dennoch sind 2% für die Piraten in meine Augen ein ansehnlicher Achtungserfolg. (Zum Vergleich: Die Grünen erhielten bei ihrer ersten Bundestagswahl lediglich 1,5%.)

Daher auf diesem Wege herzlichen Glückwunsch zum bundesweiten Start, alles Gute für die nächsten Wahlen udn immer eine Handbreit Wasser unterm (politischen) Kiel!

Quelle: http://www.piratenpartei.de/node/944

Nothing to hide

Posted in Uncategorized on 2008-12-29 by docsmith

180px-horizontal_banner_240x120[en] The year is at it’s end, and here we are again at Berlin, joining the CCC’s 25th Chaos Communication Congress (25c3). This years slogan is „Nothing to hide“, in reference to the often to be heard statement „if you’ve got nothing to hide, then you’ve got nothing to fear“. But „nothing to hide“ easily ends in „no privacy“. And this is not desirable.

[de] Das Jahr ist wieder fast vorüber, und hier sind wir wieder in Berlin, auf dem 25. Chaos Communication Congress (25c3) des CCC. Das diesjährige Motto ist „nothing to hide“, nichts zu verbergen – in Anspielung auf die oft gebrauchte „Argumentation“, wer nichts zu verbergen habe, müssen auch nichts befürchten. Aber „nichts zu verbergen“ mündet nur zu leicht in „keine Privatsphäre“. Und das ist nicht wünschenswert.

nthP.S.: There’s a young lady that has nothing to hide at: / Es gibt eine junge Dame, die nichts zu verbergen hat unter: http://www.crackle.com/c/Family_Friendly/I_HAVE_NOTHING_TO_HIDE/2229571.

Google Chrome contains super-cookie

Posted in web with tags , , on 2008-09-07 by docsmith
Big brother Google is watching you

Big brother Google is watching you

Googles attack on Microsofts Internet Explorer is a shiny metal: Chrome. But there’re dark sides. The worst one discovered so far is a potential super cookie, a distinct client id, generated during the installation into the users profile. That way Google could track you down. Is not sure that this is done already, but the possibility is quiet at hand.

To protect your privacy, close the Chrome browser and go to you user profile folder (XP: C:\documents and settings\username\). Search for a file named „Local State“, which is in XP probably to be found in Local settings\application data\Google\Chrome\User data\ . Open this file with your favorite text editor and change the entries for client_id and client_id_timestamp. To maintain anonymity you’ll have to change them frequently while clearing your cookies in parallel! Or use the values FA7069F6-ACF8-4E92-805E-2AEBC67F45E0 as id and 1220449017 as timestamp. Those are used in the „portable version“ hacked by Carsten Knobloch and should therefore be around the net in lots of copies within a quiet short time.